Aus kleinsten Anfängen zum Marktführer in Europa

Von Journalist Ole C. Jørgensen

Isabella - Der neue Firmensitz im Jahre 1965

Der neue Firmensitz im Jahre 1965

Die ‚Bullaugen’ fanden keine Nachahmer

Im 1961 zog Søren Odgaard die Konsequenz aus der stark gestiegenen Nachfrage und kaufte ein großes Grundstück im Stadtteil Nørremarken, dicht bei der Straße Horsensvej in Vejle. Die Straße, an der das Grundstück liegt, erhielt später den Namen Isabellahøj.

Hier wurden zunächst eine kleine Ausstellungshalle, eine den damaligen Verhältnissen genügende Nähstube und heiß ersehnte Lagerräume gebaut.

In der neu errichteten Fertigungsabteilung konnte man nun mit der Fertigung von Produkten beginnen, die von Material und Verarbeitung so gut waren, dass sie dem Unternehmen einen guten Ruf einbrachten. Für Søren Odgaard galt, dass in Fragen der Qualität keine Kompromisse geschlossen werden dürfen.

Bisher umfasste die Produktpalette herkömmliche Hauszelte, Steilwandzelte und so genannte ‚Auto-Zelte’, bei denen es sich um leicht zu transportierende Hauszelte für Auslandsreisen handelte. Im Jahre 1961 tat sich so einiges im Bereich der Campingausrüstung. Dies war als Zeichen dafür zu werten, dass sich Campingfreunde im Urlaub nicht mehr länger mit primitiven Gegebenheiten abfinden wollten, sondern auch hier Wert auf Komfort legten.

Das stark expandierende Inlandsgeschäft veranlasste Søren Odgaard dazu, den Blick auch über die Grenzen zu richten. Das erste, im gleichen Jahr nach Norwegen gelieferte Steilwandzelte verkaufte sich so erfolgreich, dass man sich Hoffnungen auf eine weitere Expansion machen konnte.

Isabella - Sprite 400
Sprite 400

Isabella - Systuen på Nørremarken
Die neue Nähstube

Isabella - Autotelt 1960
Das ‚Autozelt’ (1960)

In den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts tauch-ten erstmals die für die Isabella A/S so typischen ‚Bullaugen’ an der vorderen Wand von Vorzelten auf, zunächst jedoch in einer etwas augenfälligeren Aus-führung als heute. In der Campingbranche erzählte man sich augenzwinkernd, dass sie so aus dem Rahmen fielen, dass sich unter den anderen Herstellern in Europa keine Nachahmer fanden. In den 60er Jahren stiegen die Fertigungszahlen von Isabella Produkten beständig an, und ein tolles Modell nach dem anderen kam auf den Markt.

Isabella - Winterlandschaft mit Vorzelt (1965) 

Winterlandschaft mit Vorzelt (1965)

Dies erforderte die Einrichtung einer Entwicklungs-abteilung, wo man ständig über Fragen der Gestal-tung, Haltbarkeit und der praktischen Anwendung nachdachte. Langjährige Campingfreunde erinnern sich vielleicht noch an das Ereignis, als ein Winter-vorzelt des Unternehmens in arktischer Kälte und Sturm erprobt wurde. Das Zelt überstand den Här-tetest, was für die gelungene Entwicklungsarbeit und die Qualität des Unternehmens spricht. In den Jahren 1963/64 stieg der Absatz von Wohnwagen in Europa sprunghaft an. Dieser Trend ging auch an Dänemark nicht vorbei, und die Nachfrage nach Vorzelten stieg auch hier an, obwohl Steilwand-zelte nach wie vor beliebt waren. Zu dieser Zeit begann das Unternehmen Jydsk Camping Industri auch mit dem Verkauf von Wohnwagen. Um der steigenden Nachfrage begegnen zu können, musste die Nähstube Mitte der 60er Jahre mehrmals erweitert werden.

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